36. SCHLOSS-POKAL / DPV-Masters
 01.05.2017
106 Triplettes

292. BCEN-Turnier     -     bisher 21.018 Teilnehmer

 
Sieger A-Turnier


Ergebnisliste Schloss-Pokal 2017
 

36. Schloss-Pokal  -  DPV-Masters mit 106 Teams
Seit der Einführung der Masters des Deutschen Petanque-Verbands (DPV) im Jahr 2011 eröffnet der Boule-Club Edingen-Neckarhausen (BCEN) alljährlich mit seinem traditionellen Turnier um den Schlosspokal die Saison der Ranglistenkämpfe. 318 Spielerinnen und Spieler in 106 Triplettes aus ganz Deutschland sowie den Nachbarländern Frankreich und Luxemburg nahmen die Einladung zu diesem erneut hochklassig besetzten Masters-Turnier an.
Der erste Vorsitzende des BCEN, Gerhard Hund, zeigte sich im Gespräch mit dem "MM" sehr erfreut über diese "lange nicht mehr dagewesene, außergewöhnlich hohe Beteiligung". Seit der Austragung des ersten Schlosspokals 1982 habe sich das Turnier in Neckarhausen als eines der beliebtesten Boule-Events überhaupt etabliert. Die Anwesenheit zahlreicher Top-Spieler aus der gesamten Republik und dem benachbarten Ausland unterstreiche dessen Bedeutung. Der Partnerverein des BCEN aus dem elsässischen Drusenheim war mit 43 Personen und ihrem Präsidenten Noel Bon zu Gast. Mit neun Teams, also 27 Akteuren, nahmen sie mit unterschiedlichem Erfolg am Geschehen teil. Der ebenfalls anwesende Alterspräsident von Drusenheim, Ernest Grissmer, freute sich über ein gutes Miteinander: " Eine größere Freundlichkeit beim Aufgenommenwerden als hier gibt es nicht. Das ist für uns gelebte Freunschaft."
Der Verband DPV entsandte mit dem Bundestrainer Stefan Deuer insgesamt fünf Kadermannschaften aus Herren, Damen, Espoirs (unter 23) und Jugend. Die Spieler trafen sich zuvor in Viernheim zu einem Grand-Prix-Turnier mit internationaler Beteiligung sowie einem anschließenden Kurzlehrgang.
Gespielt wurde im Turniermodus A-C-B-D.. Die Aufsicht über das Turnier führten die Schiedsrichter Jochen Leibl vom DPV und Elisabeth Fenne vom baden-württembergischen Boule-Verband. Die Turnierleitung war bei Tobias Jakel und Clemens Ritter in bewährten Händen.
Nach dem großen Ansturm bei der Registrierung erfolgte die Auslosung der Teams. Um 10 Uhr flogen dann pünktlich die ersten Kugeln. Die Wettkämpfe wurden auf insgesamt 40 Bahnen und dem Terrain Libre ausgetragen, an zwei Spielorten, im Innenhof des Schlosses und im Boulodrome am Freizeitbad. Das Wetter hatte leider kein Einsehen, und die Spiele wurden fast durchweg bei Regen und Feuchtigkeit ausgetragen.
"Kein Grund zur Aufregung", fand Bundestrainer Stefan Deuer: "Bouler sind anders als andere Menschen, die können schon eine Menge ab." Unterm Regenschirm verfolgte er das gesamte Turnier über die Leistungen seiner Schützlinge. Der Nachwuchsmangel sei das eigentliche Problem beim Boulesport, erklärte er, während der Erwachsenensport boome.
Im A-Turnier konnte sich das Team mit Verena Gabe (Allstars Rhein-Neckar), Uwe Annel (Viernheim) und Daniel Reichert (Horb) gegen die Mannschaft mit Philippe Jankowski (Malsch), Jean-Luc Testas (Malsch) sowie Burkhardt Rudolp (Lübeck) behaupten. Sie waren somit die Gewinner des 36. Schlosspokal-Turniers.
Sieger im B-Turnier wurde die Mannschaft aus Luxemburg, Alain Laterza, Claudio Contaddi und Adrein Daunois mit dem aktuellen Präsidenten des luxemburgischen Bouleverbandes, Gerhard Schneider: "Ich habe hier schon vor 20 Jahren Boule gespielt und kenne aus dieser Zeit noch einige Leute von hier." Das C-Turnier gewannen Marcus Faltermann, Florian Hennekemper sowie Daniel Orth. Im D-Turnier waren Simone Kempf, Pascal Bühler und Sascha Bruckner erfolgreich. Sie kommen alle aus der Region.
Auf der Speisekarte, die von Christian Speicher und Regina Bayer erstellt wurde, standen unter anderem Merguez-Würstchen, handgefertigt von Danielle und Claude Quiri aus Drusenheim. 40 Kilogramm davon wurden ratzeputz verzehrt. Das zeigt, dass der Sport mit den Kugeln auch hungrig macht.


Sieger B-Turnier

36. Schloss-Pokal des Boule-Clubs Edingen-Neckarhausen
Erstmals mehr als 100 Teams - Luxemburger Nationalmannschaft am Start

Edingen-Neckarhausen. (nip) "Bouler spielen bei jedem Wetter": Diese Feststellung von Gerhard Hund, dem Vorsitzenden des Boule-Clubs Edingen-Neckarhausen (BCEN), war so trocken schlicht wie wahr. Denn es pausenlos regnete beim 36. Schloss-Pokal rund ums Boulodrôme am Freizeitbad und im gegenüberliegenden Schlosshof.
Es war kalt, es war nass und dennoch verzeichnete der Traditionswettbewerb, der vom Deutschen Pétanque-Verband (DPV) wiederum als Master-Turnier klassifiziert worden war, einen regelrechten Ansturm, der die Teilnehmerzahlen aus den Vorjahren noch übertraf.
"Wir haben erstmals die 100er-Marke geknackt, seit es das Turnier als Triplette gibt", merkte Tobias Jakel an. Bei ihm und Clemens Ritter liefen als Turnierleiter in der Eduard-Schläfer-Halle die Fäden zusammen: Immer wieder kamen Spieler, um Ergebnisse zu melden und auf dem bewährten Plan nachzuschauen, wie und wo es für sie weiterging. "Die Resonanz ist überwältigend. Wir haben 106 Teams und somit 22 Mannschaften mehr als im letzten Jahr", sagte Jakel weiter.
Und dabei sei man eher davon ausgegangen, dass es wegen der widrigen Wetterverhältnisse weniger werden würde. "Und übers Wochenende fanden ja schon einige Turniere statt, unter anderem die Damen-Landesmeisterschaften in Feudenheim", kommentierte Ritter. Keinen Hehl aus seiner Begeisterung für das Ranglisten-Turnier für Dreierkombinationen am Neckargestade machte ein älterer Elsässer, der seit Jahren kommt: "Das hier ist alles hochprofessionell und gleichzeitig ganz familiär. Das macht den besonderen Reiz aus."
Überhaupt die Elsässer: Seit Langem schon verbindet die Drusenheimer und den BCEN eine enge Freundschaft, die durch gesellige wie auch sportliche Begegnungen gepflegt wird. Neun Mannschaften stellten allein die Drusenheimer, die im Mannschaftsbus mit 43 Teilnehmern angereist waren.
Dazu kam das Luxemburger Nationalteam, trainiert von Klaus-Dieter Wiebusch, dem früheren deutschen Bundestrainer und fünf Kadermannschaften des DPV um Bundestrainer Stefan Deuer. Zwar mangelte es wetterbedingt ein wenig an Zuschauern, doch wer dabei blieb, erlebte den gesamten Tag über nach der Auslosung der Spieler am Vormittag hochklassige und spannende Begegnungen mit wechselvollem Ausgang.
"Die ersten beiden Spiele haben wir gewonnen", sagte BCEN-Bouler Andreas Ehret am frühen Nachmittag noch zuversichtlich, doch ging der Sieg in den vier ausgespielten Turnieren an andere. Gespielt wurde wie üblich im gängigen Turnier-Modus A-C-B-D, wobei das A-Turnier Daniel Reichert aus Horb, Uwe Annel aus Viernheim und Verena Gabe von den Allstars Rhein-Neckar für sich entschieden und somit den 36. Schloss-Pokal ihr eigen nennen. Im B-Turnier setzten sich Alain Laterza, Adrien Daunois, beide aus Schifflingen in Luxemburg, sowie Claudio Contaddi (Boule d’or Esch) durch. Das C-Turnier gewannen Marcus Faltermann und Florian Hennekemper aus Viernheim mit Daniel Orth aus Schwetzingen. Im D-Turnier dominierten drei Spieler aus Brühl: Pascal Bühler, Sascha Brucker und Simone Kempf.
Abseits der Wettkämpfe auf 40 Bahnen lief im Bewirtungsbetrieb unter Christian Speichers Regie alles rund. Und die würzigen Merguez-Würstchen, die Danielle und Claude Quiri aus Drusenheim mitgebracht hatten, waren auch diesmal wieder restlos aufgezehrt.

Rhein-Neckar-Zeitung – 11.05.2017